Chance: Kommunikation

Klar ist, dass die Mitarbeiter:innen auch in KMU verstehen müssen wofür das Unternehmen steht, was das Image bzw. „Aushängeschild“ des Unternehmens ist. Sie brauchen eine „gefühlte Klarheit“ über die Ausrichtung. Dann können sie stolz auf ihr Unternehmen sein und ihren Beitrag leisten, d.h. einen klaren Verantwortungsbereich haben in dem sie „sattelfest“, oder anders gesagt, ein Experte, sind.

Die Mitarbeiter:innen brauchen die Möglichkeit eines Raums für aktive Kommunikation um

  • zu reden, d.h. gehört zu werden

  • in ihrer Arbeit gesehen zu werden (durch Vorstellung ihrer Themen und Projekte) und

  • selber zuhören und von anderen zu lernen (Experten und Gleichgesinnte => überzeugte Experten können kompetent überzeugen)


Diese Möglichkeiten können im Haus sehr niederschwellig im Rahmen eines gemeinsames Mittags- „Stammtisch“ oder durch ein strukturiertes Mitarbeiter:innen Gespräch, bzw. durch strukturierte, regelmäßige Meetings angeboten werden.
Betriebsübergreifend werden Expertenrunden mittels Exkursionen, durch Netzwerkangebote oder strukturierte Meetings mit Kunden und Lieferanten zu aktuellen Themen immer wichtiger („über den Tellerrand blicken“).

Interessant wird es, wenn sich das Unternehmen z.B. nachhaltig verändern will. Hier bietet es sich an, so viele Mitarbeiter:innen wie möglich bei der Änderung der Visionsentwicklung mitzunehmen. Letztendlich kommt es zu einem Refraiming – „Was ist Erfolg?“. Genau diese Fragestellung muss zu einer gemeinsame Zielentwicklung mit den Mitarbeiten führen. Gemeinsam entwickelte Ziele werden verstanden und haben eine hohe Akzeptanz.
Vor allem im Rahmen eines „Changes“ ist es ganz wichtig eine gesunde Fehlerkultur zu leben. Fehler können passieren, man darf und soll darüber sprechen und vor allem daraus lernen und wachsen.

Komplexe Zusammenhänge (wie Betriebswirtschaftskenntnisse oder Nachhaltigkeitsfragestellungen) können ideal mittels haptischen Planspielen vermittelt werden. Hier werden Mitarbeiter oder und Kunden/Lieferanten im Rahmen einer Simulation von zu lösenden Problemstellungen konfrontiert, die entweder in der Gruppe kompetitiv oder auch kooperativ gemeinsam zu lösen sind. Diese Planspiele sind niederschwellig, angreifbar, spannend, kurzweilig, kommunikations- sowie teamfördernd und machen vor allem Spaß.

Interessant waren die Erkenntnisse, dass oft die modernen Tools wie WIKI als Infoplattform wenig genutzt werden. Ebenso wird der Verschriftlichung der Meetings wenig Nutzen zugeschrieben – es liest keiner nach – es muss ganz einfach gelebt werden.

von Roland Gutmann

Brauchen wir eine „nachhaltige“ Unternehmenskultur?
von Manfred Kofranek