Wir Menschen sind schon eine komische Spezies. 

Wir sind allein durch unsere Fähigkeit zu denken anpassungsfähiger als fast alle anderen Lebewesen und dennoch wollen wir keine Veränderung und leben in maximaler Resilienz und Widerstand gegenüber dem Neuen und Anderen. 

Organisationsberater haben sogar eine Disziplin entwickelt, die versucht diesen Widerspruch zu verstehen und die Psychologie des Einzelnen mit der Strategie von Gemeinschaften in Einklang zu bringen. Change Management. 

So haben viele Berater unterschiedliche Modelle entwickelt und Wissenschaftler versucht diese mit passenden Studien zu untermauern. 

Veränderung verstehen, 
um Veränderung zu leiten,
um Veränderung zu erfahren. 

Nun - das Klima, Biodiversität, Ressourcen, und neue Generationen verlangen von uns Veränderung. Schnell und Vollgas. Alle zusammen. Wie stehts also mit Modellen aus dem Change Management. Können wir da was verwenden, um zu verstehen, um zu verändern?

Veränderung ausprobieren

Das 5 Stufen Trauer Modell von Kübler Ross kann mehr als nur Verständnis für Angehörige erzeugen. Wie wir im einzelnen auf externe Schock Erlebnisse reagieren lässt wohl auch auf die Gemeinschaft schließen. Jeder Lesende möge sich mit seinem Gewissen und seinen Gedanken an die nächste Generation hier in der Grafik selbst einordnen und dann den Weg zu Punkt 5 finden. Ausprobieren.

www.pro.earth ist so ein Weg. Eine tolle, österreichische Plattform um mal ein wenig klimataugliches Verhalten auszuprobieren und sich dabei auch noch Lob von der Gemeinschaft zu holen. 


Kübler Ross Modell auf https://different-thinking.de/

Was hier im Modell eigentlich schön dargestellt ist, ist die emotionale Kurve, die notwendig ist um bis zu Punkt 5, Ausprobieren zu kommen. In der öffentlichen Verarbeitung der Klimakrise fehlt diese meistens. Greta hat es uns gezeigt, wie es geht, verändert hat sich dennoch wenig. Greenpeace ging den Weg schon lange davor. Emotion alleine reicht wohl auch nicht. Wir brauchen den emotionalen Impuls, aber dann brauchen wir auch Vertrauen und Führung, um unser Handeln zu verändern. 

Wenn Ihr Unternehmen Veränderung ausprobieren möchte, dann unterstützt der Klimaverbund mit Kooperationsprojekten.

Keine Veränderung ohne Emotion - oder: 
Wissen alleine genügt nicht um sein Verhalten zu ändern.  

Veränderung herbeiwünschen

Das wohl bekannteste Change Modell ist das ADKAR Modell. Awareness - Desire --- halt.. Desire? Veränderung braucht den Wunsch danach? Wo ist der Wunsch nach der dekarbonisierten, ressourcenschonenden Welt?

Wieso haben nicht schon dutzende, buntbebilderte und hochemotionalisierte Werbekampagnen diesen Wunsch bei uns erzeugt? Genauso, wie den nach dem neuen Magnum Eis, dem Elektroauto oder der Urlaubsreise? Wo bitte bleibt die Feelgood Kampagne für die neue, bessere Welt in der wir alle leben wollen? Lust auf Zukunft!

 

Ohne Wunsch keine Veränderung

Das sagt uns zumindest das ADKAR Modell. Und stimmt das auch für den Weg in den Klimawandel? Mal sehen - scheint also wieder so eine notwendige, aber nicht hinrechende Bedingung zu sein: wünschen. 

Wünschen kann man sich viel, wenn Klein- und Mittelunternehmn aber nun endlich in die Gänge kommen wollen, sollten sie beim Klimaverbund anklopfen. 

Veränderung erwarten

Eines hab ich noch, ein Modell mit dem wir den Weg zum Ziel vielleicht besser verstehen. Das Transitionsmodell von Bridges. Das Modell schaut einfach aus, hat es aber doch in sich. 


BRIDGES Modell der Transition - https://changemanagementinsight.com/

“Not in his goals but in his transitions man is great.”  
Ralph Waldo Emerson

Wenn wir "Importance" durch "Aufregung" ersetzen, dann entspricht das schon ganz gut unserem Naturell hier in Österreich. Zunächst mal begegnen wir Veränderung mit Widerstand und Aufregung um dann schlagartig und flächendeckend den nächsten Schritt zu gehen, wenn wir gemerkt haben, dass die Aufregung nichts gebracht hat. Nach einiger Zeit gewöhnen wir uns, meckern weniger und eigentlich (auch so ein Österreich-Wort) gefällt es uns so gut, dass wir uns sogar im neuen Zustand weiterentwickeln. Kommt das nicht bekannt vor?

Die Frage beim Klimawandel ist nur, wie bekommen wir möglichst viele Menschen dazu über diese Klippe zu springen und den Widerstand aufzugeben? Doch wohl nur durch ein gemeinsames Narrativ,. Eine Erzählung einer dekarbonisierten  ressourcenschonenden und  gleichberechtigten Welt, die Lust macht. Lust auf Zukunft.

Es braucht also Emotion, einen Wunsch und ein Narrativ. Was braucht es noch? Wer an einem solchen Narrativ mitarbeiten möchte, möge sich bitte beim Klimaverbund melden, wir starten ein 100 Bilder Projekt um 100 individuelle Vorstellungen einer besseren Zukunft einzufangen. 

Robert Kremnitzer 
robert.kremnitzer@klimaverbund.at
https://at.linkedin.com/in/robertkremnitzer


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